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Beruf Ethnologe/Ethnologin |
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Berufsbild Ethnologe/Ethnologin
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| Ethnologen und Ethnologinnen befassen sich mit Kultur und Struktur gesellschaftlicher Gruppen, traditionell von "fremden Völkern". Zunehmend beschäftigen sie sich auch mit Milieus, Minderheiten und Teilgesellschaften im Nahbereich, das heißt in Deutschland und Europa. Arbeitsplätze finden sie an Hochschulen, in der außeruniversitären Forschung oder bei Organisationen und Verbänden für Kulturaustausch. Auch bei Fernseh- und Rundfunkanstalten, Reiseveranstaltern, in Verlagen, Bibliotheken und Archiven sowie in Museen können sie Beschäftigung finden. Darüber hinaus bietet die öffentliche Verwaltung, etwa Kulturämter, ein weiteres berufliches Einsatzfeld. |
| Ethnologen und Ethnologinnen erforschen die Kulturen der Völker ("Völkerkunde"). Traditionell sind hier die Kulturen von indigenen Völkern, also der eingeborenen Bevölkerung einer bestimmten Gegend, gemeint. Häufig handelt es sich dabei um außereuropäische Ethnien (Stammesgesellschaften), z.B. um die Untersuchung von Dorfgemeinschaften in Vietnam. Zunehmend werden aber auch gesellschaftliche Identitätsgruppen ("soziale Kontexte") und Sub-Kulturen aller Art (z.B. Minderheiten, soziale Klassen, durch Migration entstandene Gruppen) innerhalb der eigenen Gesellschaft untersucht, wobei der "fremde Blick" aufs Eigene eine methodische Herangehensweise ist. Zudem können Phänomene und Entwicklungen der interkulturellen Kommunikation Gegenstand der Forschung sein. Zu ihren Aufgaben gehört die Recherche, z.B. in Form von gegenwartsbezogenen Feldstudien und Interviews oder geschichtlichen Rekonstruktionen, ebenso wie die Auswertung und Dokumentation erhobener Daten. Ihre Forschungsergebnisse publizieren sie oder machen sie in Form von Ausstellungen und Vorträgen der Öffentlichkeit zugängig. Ethnologen und Ethnologinnen arbeiten nach einem Master- oder Magisterstudium in der Forschung und Lehre, an Museen und Hochschulen. Sie können aber auch in außerwissenschaftlichen Anwendungsfeldern ihr ethnologisches Wissen anwenden, zum Beispiel bei der Unternehmensberatung, in der Tourismusbranche, bei Medien oder in Organisationen für Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus gestalten sie Ausstellungen und Sammlungen, bereiten ihre Kenntnisse für die Medien auf oder leisten interkulturelle Beratung. |
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Voraussetzungen für Ethnologe/Ethnologin |
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Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium im Studiengang Ethnologie: - an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen: die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder
- ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B. Kultusministerium, Staatliches Schulamt, ggf. auch die Hochschule) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
Daneben wählen die Hochschulen ihre Studierenden auch zunehmend durch eigene Zulassungsverfahren aus. Zudem sind länderspezifische Zulassungsvoraussetzungen möglich. Nähere Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen enthält die Datenbank KURSNET. Hinweis: In allen Bundesländern bestehen Sonderbestimmungen zum Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerber/innen ohne Hochschulreifezeugnis. Weitere Informationen: Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern |
Stand: 05.02.2012 Weitere Informationen auf:
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