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Beruf Anthropologe/Anthropologin |
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Berufsbild Anthropologe/Anthropologin
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| Anthropologen und Anthropologinnen untersuchen den Menschen als Individuum, die Menschheit insgesamt sowie feststellbare Veränderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Mit biologischen, verhaltens- oder sozialwissenschaftlichen Ansätzen analysieren sie Sachverhalte der menschlichen Evolution, Lebensbewältigung, -führung und -gestaltung. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt arbeiten sie in der geistes- und/oder naturwissenschaftlichen Forschung, als Dozenten und Dozentinnen an Universitäten, in Bibliotheken, Archiven und Verlagen. Auch als Publizisten und Publizistinnen, Sachbuchautoren und -autorinnen sowie Journalisten und Journalistinnen können sie tätig sein. Von Museen können sie mit der Untersuchung menschlicher Relikte beauftragt werden. Darüber hinaus finden sie in der Erwachsenenbildung oder in Instituten, die ergonomische Bedingungen untersuchen, Beschäftigung. Auch in gerichtsmedizinischen Labors können sie tätig sein. |
| Anthropologen und Anthropologinnen erforschen die Verschiedenheit biologischer Merkmale der Hominiden. Dabei stehen der Mensch als Einzelwesen, die Gattung Mensch sowie seine Kultur im Vordergrund. Sie unterrichten z.B. an Universitäten, arbeiten an Studien sowie Forschungsprojekten mit und veröffentlichen Forschungsberichte und -ergebnisse in Fachzeitschriften oder stellen sie auf Fachsymposien vor. Üblicherweise haben sie sich auf einen Teilbereich der Anthropologie spezialisiert, etwa die Sozial- und Kulturanthropologie, die Industrieanthropologie oder die biologische Anthropologie. In der biologischen Anthropologie nehmen sie in Teilgebieten wie Evolution, Populationsgenetik, Anatomie oder Forensik vergleichende biologische Analysen vor: u.a. erstellen sie hier Zwillings- oder Altersdiagnosen, führen Vaterschaftstests durch oder identifizieren Skelette von Kriegs- oder Verbrechensopfern. Wichtiger Teilbereich der biologischen Anthropologie ist dabei die Paläanthropologie, in der die Forschung zur Evolution des Menschen auf Fossilfunde gestützt wird. In der Sozial- und Kulturanthropologie befassen sie sich mit der wissenschaftlichen Analyse des Menschen als sozialem Lebewesen und seiner sozialen Organisation. Forschungsgegenstand ist hier u.a. die kulturelle Entwicklung von Gesellschaften sowie die Unterschiede z.B. in Sprache, Lebensstil und Wertesystem. In der Industrieanthropologie wiederum geht es etwa um die Gebrauchstauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit von Arbeitsplätzen, Arbeitsprozessen sowie Industrieprodukten. Nach einem Master- oder Magisterstudium stehen Anthropologen und Anthropologinnen auch Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung offen, ggf. ist hier auch eine Promotion nötig. |
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Voraussetzungen für Anthropologe/Anthropologin |
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Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium im Bereich Anthropologie: - an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen: die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder
- ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B. Kultusministerium, Staatliches Schulamt, ggf. auch die Hochschule) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
Daneben wählen die Hochschulen ihre Studierenden auch zunehmend durch eigene Zulassungsverfahren aus. Zudem sind länderspezifische Zulassungsvoraussetzungen möglich. Nähere Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen enthält die Datenbank KURSNET. Hinweis: In allen Bundesländern bestehen Sonderbestimmungen zum Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerber/innen ohne Hochschulreifezeugnis. Weitere Informationen: Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern |
Stand: 05.02.2012 Weitere Informationen auf:
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