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Beruf Arabist/in

Ausbildung Arabist/in

Arabistik kann man an Universitäten studieren. Das Fach kann eigenständig, aber auch als Schwerpunkt innerhalb von anderen Studiengängen - z.B. der Geschichte und Kultur des Vorderen Orients - absolviert werden. Studiengänge der Arabistik werden auch in Form von Zwei-Fach-Bachelors angeboten, wobei Arabistik mit einem weiteren Studienfach kombiniert wird. Nachfolgend wird das Bachelorstudium Arabistik beschrieben. Die Dauer des Studiums bis zum Bachelorabschluss beträgt mindestens 3 und höchstens 4 Jahre. Für Arabisten und Arabistinnen ist damit häufig ein direkter Berufseinstieg möglich. Führungspositionen, spezialisierte Aufgabenstellungen oder Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung erfordern oftmals im Anschluss an den Bachelorstudiengang ein Masterstudium (Dauer: 1-2 Jahre).

Berufsbild Arabist/in

Arabisten und Arabistinnen befassen sich mit der arabischen Sprache sowie dem arabischen Schrifttum und untersuchen arabische Geschichte und Kultur. Arbeitsplätze finden Arabisten und Arabistinnen an Hochschulen, in der Forschung oder bei Organisationen und Verbänden für Kulturaustausch und internationale Zusammenarbeit. Auch als Journalisten und Journalistinnen, in Verlagen sowie Bibliotheken, Museen und Archiven können sie Beschäftigung finden. Darüber hinaus finden sie Beschäftigungsmöglichkeiten bei Reiseveranstaltern, im Bereich diplomatischer Vertretungen oder in Unternehmensberatungen. Der Bereich der Erwachsenenbildung und Kulturämter bieten weitere berufliche Einsatzfelder.
Das Arabische zählt als die wichtigste Sprache des islamischen Kulturkreises zu den Weltsprachen. Arabistik umfasst das Studium dieser Sprache und ihrer Literatur und Kultur. Arabisten und Arabistinnen sind außerdem Experten und Expertinnen für Religion, Philosophie, Politik und Geschichte des arabischen Kulturkreises. In der Sprachwissenschaft befassen sie sich mit den verschiedenen Sprachstufen des Arabischen, wie z.B. Altarabisch, klassisches Hocharabisch, Mittelarabisch sowie modernes Hocharabisch und seine unterschiedlichen nationalen und regionalen Varianten. In der Literaturwissenschaft erforschen sie die arabische Dichtung und Prosaliteratur von der vorislamischen Zeit bis in die Gegenwart sowie das religiöse, philosophische, historische und geografische Schrifttum der islamischen Kultur sowie die jüdische und christliche Literatur in arabischer Sprache. Eigenständige Projekttätigkeiten in Wissenschaft und Forschung eröffnen sich insbesondere nach einem Master- oder Magisterstudium oder einer Promotion. Außerhalb von Hochschule und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind Absolventen und Absolventinnen z.B. in Fachverlagen, Museen, Archiven oder den Medien (Fernsehen, Rundfunk) tätig. In Unternehmen und Institutionen sind sie beispielsweise in den Bereichen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zu finden. Sie können beispielsweise Firmen mit Kontakt in arabischsprachige Ländern beraten, wie sie ihre Produkte auf den dortigen Märkten möglichst effektiv vermarkten können. Kurse in arabischer Sprache und Kultur geben Arabisten und Arabistinnen an Sprachschulen und Bildungszentren. Ihre Kenntnisse der arabischen Welt nutzen sie als Reiseleiter/innen, wenn sie Gruppen z.B. an die verschiedenen antiken Stätten im heutigen Tunesien führen.
 

Voraussetzungen für Arabist/in

Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium im Studiengang Arabistik:
  • an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen: die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder
  • ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B. Kultusministerium, Staatliches Schulamt, ggf. auch die Hochschulen) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
Daneben wählen die Hochschulen ihre Studierenden auch zunehmend durch eigene Zulassungsverfahren aus. Zudem sind länderspezifische Zulassungsvoraussetzungen möglich. Nähere Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen enthält die Datenbank KURSNET. Hinweis: In allen Bundesländern bestehen Sonderbestimmungen zum Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerber/innen ohne Hochschulreifezeugnis. Weitere Informationen: Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern
Stand: 02.03.2011
Weitere Informationen auf:

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