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Beruf Ingenieur/in - Materialwissenschaften

Berufsbild Ingenieur/in - Materialwissenschaften

Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften befassen sich mit der Entwicklung, Herstellung und Verarbeitung von Materialien und Werkstoffen, insbesondere Funktionswerkstoffen. In erster Linie sind sie in der Elektrobranche tätig, z.B. in Unternehmen, die Mikrobausteine produzieren. Hersteller von Instrumenten der Mess- und Sensortechnik sowie von optischen oder medizintechnischen Geräten kommen ebenso als Arbeitgeber infrage wie Unternehmen der werkstofferzeugenden und werkstoffverarbeitenden Industrien in den Bereichen Eisen-, Nichteisenmetalle, Glas, Keramik, Kunststoffe und Halbleiter. Auch in Gießereien sowie in Unternehmen, die entsprechende Produkte als Halbzeug oder Zubehörteile einsetzen wie der Fahrzeugbau, die Luftfahrtindustrie, die Kraftwerkstechnik, die chemische Industrie, Medizintechnik und Umweltschutz sind sie beschäftigt. Weitere Tätigkeitsfelder eröffnen die Forschung und Entwicklung, Hochschulen sowie Materialprüfämter.
Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften beschäftigen sich mit der Herstellung, Charakterisierung und Prüfung von solchen festen Stoffen, die in technischer, wissenschaftlicher oder privater Umgebung eingesetzt werden oder eingeführt werden sollen, vor allem mit Funktionswerkstoffen aus Metallen, Halbleitern, Keramiken und Polymeren. Diese Werkstoffe, mit denen Prozesse erfasst, kontrolliert und gesteuert werden, kommen beispielsweise in der Sensorik, der Mikroelektronik oder in der Aktorik zum Einsatz. Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften erforschen und entwickeln solche High-Tech-Materialien und Komponenten: Sie züchten kristalline Werkstoffe, entwickeln Beschichtungstechniken im Nanobereich oder konzipieren spezielle Füge- und Verbindungstechniken. Dafür führen sie Versuchsreihen und Materialprüfungen durch Außerdem planen und leiten Ingenieure und Ingenieurinnen der Materialwissenschaften Produktionsprozesse und entwickeln entsprechende Anlagen und Produktionsabläufe. Zu ihren Aufgaben gehören auch Materialprüfung, Qualitätssicherung sowie Patentfragen. Nach einem Master- oder Diplomstudium stehen ihnen auch leitende Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung offen.
 

Voraussetzungen für Ingenieur/in - Materialwissenschaften

Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium der Materialwissenschaften:
  • an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen: die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
  • an Fachhochschulen : mindestens die Fachhochschulreife oder
  • ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (z.B. Kultusministerium, Staatliches Schulamt, ggf. auch die Hochschule) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
Daneben wählen die Hochschulen ihre Studierenden auch zunehmend durch eigene Zulassungsverfahren aus. Zudem sind länderspezifische Zulassungsvoraussetzungen möglich. Nähere Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen enthält die Datenbank KURSNET. Hinweis: In allen Bundesländern bestehen Sonderbestimmungen zum Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerber/innen ohne Hochschulreifezeugnis. Weitere Informationen: Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern
Stand: 02.03.2011
Weitere Informationen auf:

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